Zum Thema Kamelreiten und Sicherheit

Vor jeder Reittour durch das Gelände halten wir für die Reitgäste unsere Sicherheitsrede, die wir Ihnen hier zum Lesen vorab zur Verfügung stellen.
Die Inhalte geltend entsprechend auch für unsere Angebote "Erlebnisstunde Kamel" oder "Erlebnisstunde Plus".

Unsere Kamele sind gut ausgebildet und kennen ihre Arbeit und den Weg, den wir durch das Gelände gehen, sehr gut.
Wir bewegen uns bei unseren Touren im öffentlichen Raum, d.h. nicht auf unserem eigenen Grundstück, sondern auf öffentlichen Wegen. Obwohl wir sehr verlassene Pfade gehen und selten anderen Menschen oder Fahrzeugen begegnen, kann es zu unvorhersehbaren Situationen kommen. Dies kann ein drei Meter vor uns auffliegender großer bodenbrütender Vogel sein, eine Wildschweinrotte, mehrere Fahrzeuge gleichzeitig, plötzlich auftauchende und neben uns landende Fallschirmspringer, Heißluftßballonflieger, oder oder oder. In der Regel kennen unsere Kamele auch all diese Situationen und wissen, dass sie ungefährlich sind. Ein Schreckmoment unter unseren Reittieren kann jedoch nie ganz ausgeschlossen werden.

Kamele erschrecken sich allerdings anders als klassische Fluchttiere, wie z.B. Pferde. Da sie als erwachsene Tiere in freier Wildbahn keine Fressfeinde haben, erschrecken Sie sich eher ähnlich wie ein Mensch oder ein Hund: sie zucken zusammen und machen - sehr selten - einen oder einige Sprünge nach vorne oder zur Seite. Nach kurzer Strecke kommen sie jedoch immer zum Stehen. Zu Ihrer Sicherheit hat jeder Sattel einen Griff und wir fordern Sie auf, diesen immer zu benutzen - egal wie gelassen und sicher sie sich fühlen.

Kamele sind Herdentiere. Wir Menschen - und Sie als unser Gast auch - haben für die Kamele die Position eines erfahrenen Leitkamels. Das heißt, die Tiere orientieren sich mit ihrem Befinden an uns Menschen: sind wir entspannt und gelassen, so sind es die Tiere in der Regel auch. Sind wir jedoch hektisch, schrill kreischend und Adrinalin ausstoßend, so können die Tiere nervös und zappelig werden. Je gelassener wir Menschen in einer Streßsituation bleiben, desto gelassener bleiben in aller Regel auch die Tiere.

Für Tempo und Richtung Ihres Kamels sorgen die Mitarbeiter des Hofes. Sie müsse keine reiterlichen Fähigkeiten oder Kenntnisse haben.

Für das Auf- und Absteigen nutzen wir in der Regel einen Hochstand.
Falls wir ohne diesen arbeiten, z.B. bei einem Reitertausch im Gelände, dann liegt Ihr Kamel zjm Auf- und Absteigen niedergekauert. Wenn es mit Ihnen aufsteht, kommen zuerst die Hinterbeine hoch, dananch die Vorderbeine. Die daraus resultierende kurzzeitige Schräglage können Sie durch ein nach hinten Lehnen und ein Abstützen am vorderen Kamelhöcker ausgleichen.
Beim Ablegen geht das Kamel erst vorne runter, danach mit den Hinterbeinen, die Schräglage ist wie die beim Aufstehen.

Da sich Kamele im Liegen seitwärts rollen könne, bitten wir Sie die Steigbügel erst aufzumehmen, wenn Ihr Kamel steht. Wenn sich das liegende Kamel unter Ihnen zur Seite rollt - was sehr selten vorkommt - müssen Sie das entsprechende Bein wegnehmen können, damit das Kamel nicht auf Ihren Fuß rollen kann. Das ist nur ohne Steigbügel möglich.

Unsere Kamele sind gesunde Tier mit wachen, feinen Sinnen. Sie sitzen nicht auf einer Maschine, sondern auf einem lebenden Tier. Sicherheit unserer Gäste ist für unseren Betrieb oberstes Gebot - und trotzdem ist ein Restrisiko bei der Arbeit mit Tieren leider nicht auszuschließen.

Bei unseren "Erlebnisstunden Kamel", "Erlebnisstunde Plus" und beim therapeutischen Kamelreiten gilt Gleiches, wobei wir mit den Teilnehmern immer auf dem eigenen Grundstück bleiben und Risikomomente somit nocheinmal wesenlich minimiert sind.

Sie sind bei uns immer von einem sehr gut ausgebildeten Mitarbeiter betreut, der jedes einzelne Kamel mit seinen individuellen Eigenschaften genau kennt.